2017

Mit dem 130-jährigen Bestehen stand für Mainhausens ältesten Ortsverein und Kulturträger zumindest mal wieder ein kleines Jubiläum an. Die beiden Schimmel-Fastnachts-Galas waren in einer langen Fastnachtskampagne überdurchschnittlich gut besucht, stellten erste Jahreshöhepunkte der SVM dar. Dies lag an der abwechslungsreichen Programmgestaltung auf hohem Niveau sicher genauso, wie an der etwas geringeren Termin-Überschneidungsdichte in der gesamten Region. Dem langjährigen Organisationschef der SVM-Fastnacht und aktiven Karnevalisten, Günther Knies, wurde von der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval (IGMK), für seine Verdienste um die SVM-Fastnacht, eine besonders hohe Ehrung zuteil. Diese wird nur wenigen verliehen.
Auch das Heringsessen zum Kehraus am Fastnachtdienstag wurde mit seinem kleinen, aber feinen närrischen Programm, von den vielen, das Jahr über aktiven Mitgliedern, Helfern und Karnevalisten der SVM mit ihren Angehörigen, gerne angenommen. SVM-Dirigent Werner Utmelleki sorgte in bewährter Manier für die musikalische Unterhaltung.

Für das musikalisch-kulinarische SVM-Sommerfest am Main, kamen eine Reihe von Gastchören zum traditionellen Sängerfrühschoppen sonntagsvormittags zum 130-jährigen Bestehen. Der Vizepräsident des Hessischen Landtags, Frank Lortz aus Froschhausen, befand sich unter den Ehrengästen. Auch die SVM-Chöre sangen dabei wie gewohnt. Speisen und Getränke gab es wie immer in reichhaltiger Auswahl. Samstagsabends hatte diesmal die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mainflingen zur Unterhaltung aufgespielt.

Der gemischt singende SVM-Chor Crescendo hatte unter Leitung von Werner Utmelleki mit modernem Liedgut mehrere überzeugende auswärtige Auftritte in 2017.Darunter bei „Da Capo“ Münster im Mai und beim neu gegründeten Chor Contrapunkt im November, im Seligenstädter Riesen-Saal, aber auch innerhalb von Mainhausen. „Crescendo“ pflegte auch eigene gesellschaftliche Termine.
Mit dem Chorevent „Immer wieder geht die Sonne auf“ sollte sich die Sängervereinigung zu ihrem 130-jährigen Bestehen das mit Abstand schönste Geschenk machen: Am Ende standen im Oktober als ein besonderer Meilenstein, drei ausverkaufte Veranstaltungen im Mainflinger Bürgerhaussaal, gestaltet ausschließlich mit weit über zwanzig Stücken von Udo Jürgens, eine exzellente Hommage an den verstorbenen deutschsprachigen Gesangsstar und sein in mancher Hinsicht außergewöhnliches Leben. Über 100 Mitwirkende und Helfer der SVM sind an den vielmonatigen Vorbereitungen beteiligt gewesen. Die „Crazy Schimmel Dancers“ der SVM, die „Mainfinken“ und die „Moafährladies“ waren mit grandiosen Auftritten an der Show aus einem Guß beteiligt. Männer- und Frauenchor der SVM hatten zusammen rund 65 Sängerinnen und Sänger auf die Bühne gebracht.

Das Publikum fiel jeweils von einer Begeisterung in die Nächste. Die SVM hatte mit ihrem Chorleiter Werner Utmelleki mal wieder ihre besonderen organisatorischen, gesanglichen, schauspielerischen und solistischen Stärken punktgenau umgesetzt auf den „Brettern, die die Welt bedeuten können“. Für alle Mitwirkenden, wie Gäste war am Ende klar, dass die fast ausschließlich von Laien erbrachte kulturelle Leistung nicht hoch genug eingestuft werden konnte. Disziplin, sowie Freude am Lernen und Aufführen bei den Mitwirkenden waren nur zwei der Garanten für den großen Erfolg.

Mit einer monatelangen „Promotion-Tour“ waren Männer- und Frauenchor der SVM zuvor gemeinsam unterwegs. Sie machten mit der Aufführung von einigen ausgewählten Stücken aus der geplanten, eigenen „Udo-Jürgens-Story“ Werbung für den Kartenvorverkauf der vereinseigenen Oktoberveranstaltungen. Und beeindruckten dabei schon im Vorfeld das Publikum bei den Mainflinger Mainfesten beider Gesangvereine, außerdem in Dettingen, in Klein-Welzheim, in Froschhausen und letzlich im Bürgerhaus Zellhausen. Die Weihnachtsfeier der SVM-Chöre und Gruppen mit Ehrungen im Bürgerhaussaal fand wieder guten Anklang. Die traditionelle Winterwanderung „Kielsomehole“, führte zum Jahresausklang mal wieder über den Main nach Dettingen, zum Schützenhaus „Diana“, das unter neuer Geschäftsleitung steht.

Ob für die SVM nach diesem sehr positiv bewegten Jahr 2017 nun das für viele erwünschte „ruhigere Jahr 2018“ folgt, wird sich erst im Nachhinein sicher beurteilen lassen. Es sollte aber aufgrund der schon umfangreichen Terminplanung auch für 2018 nicht unbedingt darauf gewettet werden, dass es so kommen könnte. Für diejenigen in der SVM, die sich mehr Veranstaltungsruhe wünschen, haben die Verantwortlichen einen ebenso kurzen, wie guten Trost parat: „Die SVM lebt!“