Die SVM-Schimmel stellten mit fulminantem Programm Maoflinge zweimal auf den Kopf

Auch dieses Mal waren sie wieder auf den Punkt hin TOP fit für ihren zu versprühenden bunten närrischen Frohsinn auf höchstem Niveau. Organisatorisch bis ins kleinste Detail geplant konnten die rund 130 Karnevalisten und Helfer der Sängervereinigung 1887 Mainflingen (SVM)bei ihren diesjährigen Schimmel-Fastnachts-Galas an den vorangegangenen beiden Wochenenden im jeweils vollbesetzten großen Bürgerhaussaal ihr Publikum aus nah und fern vollauf begeistern.

Entsprechend gut gelaunt präsentierte SVM-Sitzungspräsident Frank Heinzmann, nach dem Einzug seines Elferrates ein Sitzungsprogramm, das musikalisch, komödiantisch und choreographisch mit allen „närrischen Wassern gewaschen war“. Für nahezu alle Gruppenauftritte mussten Zugabe Wünsche des von Anfang an enthusiastisch mitgehenden Publikums erfüllt werden, so auch für SVM-Kindertanzgruppe „Youngstars“, die zu Beginn des Programms ohne jegliche Scheu wie „alte Western-Haudegen“ als Cowboys über die Bühne „ritten“. Die Leitung hatte Natalie Mäder.

fastnacht 1Den Einzug des neuen närrischen Mainflinger Dreigestirns, das vom Verein FdMD bereits zum 10. Male berufen wurde, begleitete musikalisch die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mainflingen unter Leitung von Maximilian Schaffer. Die Inthronisation von Prinz Peter II. (Triefenbach), Schimmel Uwe (Heßberger) und Seejungfrau Robert (Steil) lüftete Mainflingens derzeit grösstes fastnachtliches Geheimnis. Unter Leitung von Kerstin Gast präsentierten sich im Anschluss daran die „Crazy-Schimmel-Dancers“ der SVM in Aufmachung und Musik ganz „Irisch“ bei ihrem traditionellen Gardetanz.

Eine feste Größe im Programm ist Stefan Stegmann in der Rolle des Nachwächters, in der er Begebenheiten der großen und kleinen Politik, des Sport, sowie regionale Themen ebenso schonungslos wie pointiert auf die Schippe nahm. Für ihn erwies sich u. a. als folgerichtig, dass Bürgermeisterin Ruth Disser doch nun endlich in den „schöneren Ortsteil“ Mainhausens umgezogen sei. Die Begeisterung im Saal gab ihm Recht. Großartig auch seine gesanglichen Untermalungen. Standing Ovation war der Lohn für sein äußerst gelungenes Protokoll.

fastnacht 2Die viel zitierte Datenschutz-Grundverordnung spielte beim folgenden Sketch „Beim Arzt im Wartezimmer“ eine zentrale Rolle, wo unter Leitung von Günther Knies zwerchfellerschütternd im Saal kein Auge trocken blieb. Ein äußerst farbenfrohes Fantasie-Thema hatte sich die Jugendtanzgruppe der SVM „TeenMojis“ unter Leitung von Natalie Mäder ausgesucht. Als „Einhörner“ sorgten die Mädels für viel choreographischen Wirbel und wurden zu Recht begeistert gefeiert. Ganz eigen interpretierte Erinnerungen an die Konzertreise der SVM im vergangenen Oktober in die Niederlande hingen die „Moafährladies“ unter Leitung von Werner Utmelleki mit ihrem großartig präsentierten Gesangs- und Showact „Matrosen – ein Alptraum in Amsterdam“ nach. Musikalisch das Publikum immer mit einbeziehend, landete dabei im schlimmsten Fall etwas Seefahrerromantik teilweise auf dem hartem Schiffsplankenboden von „Käpt’n Brombär“ und Leichtmatrose“ Klaas Clever“.

fastnacht 3Schlag auf Schlag ging es nach der Pause weiter: Denise Oftring und David Knies „suchten“ während ihres gesamten Zwiegesprächs spektakulär nach ihrem Vortragsthema, „stolperten“ dabei genauso über den Brexit, wie über den Ausbau der Kreisstraße 185. Musikalisch brachten die Beiden mit ihren „Saufliedchen“ den Saal dabei mehrmals zum Kochen und das Publikum mit moderner jugendlicher Fastnacht zum Toben. Durchaus genügend Bühnenerfahrung brachte die neue gemischte SVM-Tanzgruppe „Back to Stage“ mit. Mit dem Tanz „Samba“ machten sie ihrem Namen alle Ehre und sorgten gleich positiv für Furore. Die Leiterinnen Claudia Knecht und Anja Feldner hatten sich doch tatsächlich für die Umsetzung ihrer Choreographien auch einige „Latin Lover“ mit auf die Bühne gebracht. Nicht neu ist die SVM-Bühne auch für Lucie Gast, die sich genügend humoristischen Erzählstoff von ihrer Neuseelandreise ganz aktuell mitgebracht hatte. Die Sitzungsbesucher schlugen sich dabei vor Vergnügen auf die Schenkel und stellten fest, dass Lucie sich zu einer tollen Nachwuchsrednerin entwickelt hat.

Die Neueröffnung des Gourme-Restaurants „Kau -Lang-Sam“ hatten sich die “Mainfinken“ der SVM unter musikalischer Leitung von Werner Utmelleki thematisch auf die Fahne geschrieben. Wie schon so oft in den letzten Jahren wurde die gesangliche und komödiantische Leistung dieser ambitionierten Chorgruppe für die Gäste im Saal zu einem karnevalistisch-kulinarischen Gedicht vom Feinsten. Den „Steile Buwe“ Robert und Winfried (Steil) gehörte für eine knappe halbe Stunde dann noch einmal die Sitzungsbühne. Musikalität, Moa-Romantik und Urkomik bis hin zur Selbstironie beim gegenseitigen „Gefrotzel“ bildeten eine Verschmelzung, die den Saal ein weiteres Mal nicht mehr auf den Plätzen hielt. Auch der äußerst attraktive und farbenfrohe Showtanz der „Crazy-Schimmel-Dancers“ als „Sirenen aus der Meerestiefe“ setzten zum Schluss noch einmal sehr positive Emotionen beim Publikum frei . Leiterin Natalie Mäder hatte wieder alle Register ihrer choreographischen Ideen gezogen und spektakulär mit dieser tollen Gruppe umgesetzt.

Zum Finale versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden der SVM auf der Bühne und sangen mit dem Publikum Dieter Adams „Moaflinger Lied“. Mit „Mama Lu“ wurde zum Polonaise-Auszug von der Bühne in die Sängerbar über geleitet.