70 Teilnehmer lebten mit dem SVM-Chor Crescendo beim Workshop zwei Tage moderne Chormusik

Der bekannte Chorleiter und Arrangeur Dr. Matthias Becker machte Einstudieren zum Erlebnis-Event

Das hat es in den Chorhochburgen des Ostkreises Offenbach so zuletzt recht selten gegeben: Auf Einladung der Sängervereinigung 1887 Mainflingen (SVM) kam für ein gemeinsames Workshop-Wochenende mit Dr. Matthias Becker ein international renommierter Chorcoach, Juror und Arrangeur in den Bürgerhaussaal, um mit rund 70 Aktiven fast zwei volle Wochenendtage in einem Workshop chorisch zu arbeiten. Diese Veranstaltung geriet für die meisten Teilnehmer zu einem „Kultur-Erlebnis-Event“. Der gemischt singende Chor “Crescendo“ der Sängervereinigung Mainflingen (SVM), der sonst unter Leitung von Werner Utmelleki steht, wurde bei diesem Workshop der SVM  von rund 30 externen Teilnehmern ergänzt, die sich dafür nicht nur aus dem heimischen Ostkreis, sondern auch bis Richtung Bergstraße oder aus Bad Homburg angemeldet hatten.

 

Der bekannte Chorleiter und Arrangeur Dr. Matthias Becker machte Einstudieren zum Erlebnis-Event

workshop 9Das hat es in den Chorhochburgen des Ostkreises Offenbach so zuletzt recht selten gegeben: Auf Einladung der Sängervereinigung 1887 Mainflingen (SVM) kam für ein gemeinsames Workshop-Wochenende mit Dr. Matthias Becker ein international renommierter Chorcoach, Juror und Arrangeur in den Bürgerhaussaal, um mit rund 70 Aktiven fast zwei volle Wochenendtage in einem Workshop chorisch zu arbeiten. Diese Veranstaltung geriet für die meisten Teilnehmer zu einem „Kultur-Erlebnis-Event“. Der gemischt singende Chor “Crescendo“ der Sängervereinigung Mainflingen (SVM), der sonst unter Leitung von Werner Utmelleki steht, wurde bei diesem Workshop der SVM  von rund 30 externen Teilnehmern ergänzt, die sich dafür nicht nur aus dem heimischen Ostkreis, sondern auch bis Richtung Bergstraße oder aus Bad Homburg angemeldet hatten.

workshop 4Den Auftakt bildeten Gymnastik, Stimmübungen und Circle-Exercises, bevor dann richtig „hart“ in die Probenarbeit Rock, Pop, Latin und Jazz eingestiegen wurde; singen wurde nicht vor allem gelernt, sondern von allen Teilnehmern für zwei Tage gelebt. Zu den neu einzustudierenden Stücken zählten das chorarrangierte „Set Fire to the Rain“ von Adele, sowie das vom Workshop-Leiter Dr. Matthias Becker auf Wunsch der Verantwortlichen speziell für diesen Workshop arrangierte Werk „Space Oddity“ von David Bowie. Passend zu den Jazz-Präferenzen des Workshop-Leiters wurde immer wieder Rhythmik „gepaukt“ und im positiven Sinne „eingehämmert“. Beide Werke wurden beim anschließenden Konzert am Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert – Hut ab, und dies nach nur eineinhalb gemeinsamen Probetagen.  „Ground Control to Major Tom“ begann das Stück noch in Harmlosigkeit und Routine , um am  Ende einen sehr dramatisch wahrzunehmenden Ausgang zu nehmen. „Can you hear me, Major Tom?“ sind die letzten verzweifelten Worte der Bodenkontrolle, bevor das Raumschiff in der Unendlichkeit des Alls verglüht. Mit „Mas Que Nada“  wurde auch ein Stück mit brasilianischer Prägung und Sprache im Workshop bearbeitet oder zumindest etwas tiefer in das Stück hinein geschnuppert.

workshop 5Von den hohen chormusikalischen Qualifikationen von Dr. Becker, der unter anderem als Erster Preisträger in der Sparte Jazz beim Bundeswettbewerb Gesang hervorging, konnten alle Teilnehmer nur profitieren. „Ich bin sehr gerne die zwei Tage mit dabei“, sagte eine Teilnehmerin aus Südhessen. „Die Lernbedingungen sind nur scheinbar locker, aber absolut professionell“. „Auch die von der SVM geschaffenen guten Rahmenbedingungen für das gemeinsame Lernen motivieren uns zusätzlich“, ergänzte ein Teilnehmer, der aus dem Vordertaunus mit dazu stieß.  
Die ersten Programmteile vor der Pause des Abschlusskonzertes wurden unter Leitung von Werner Utmelleki ohne die Workshop-Teilnehmer aufgeführt, waren zum Teil seit Monaten intensiv einstudiert worden. „Erbarme – zu spät – kein Liederabend“ war denn auch der konzertante Mottoaufhänger gewesen. Der „Parkplatzregen“ und die „Warteschleife“ von Oliver Gies gehörten ebenso zu dem rhythmisch und qualitativ sehr hochklassigen Programm. Für deutschsprachige Moderne standen auch Werke von Udo Lindenberg oder der Münchner Freiheit.  „He ain’t  heavy – he’s my brother“ oder das „Halleluja“ von Leonhard Cohen setzten gekonnt, besondere musikalisch-emotionale Duftnoten. Ebenso das irische Einflüsse enthaltende „You raise me up“.

workshop 8Besondere Anforderungen stellte mit schwedischem Ursprung „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, die der Chor aber beeindruckend meisterte. Populäre Werke von George Benson, Michael Jackson („Man in the Mirror“) sowie von Earth, Wind & Fire („September“) prägten das Programm nach der Pause. „Engel“ von „Rammstein“ war ein Glanzpunkt moderner Chormusik.

Das Konzert endete wie es anfing:  Mit dem Chorarrangement von „Erbarme – zu spät – Die Hesse komme“, nun in Vollversion, aus den Glanzzeiten der „Rodgau Monotones“. Naturgemäß mit Choreografie und Sketcheinlagen, wie konnte es anders sein. Die reinen Workshop-Teilnehmer hatten in einer „Sonderschicht“ gelernt, in diesen Sound mit dem Chor einzustimmen. Das Publikum im Saal hielt es spätestens dann nicht mehr auf den Plätzen. Eine Zugabe von „Crescendo“ plus Workshop war geradezu obligatorisch. Es hatte nicht nur bei diesem Stück „gegroovt“ im Saal. Die verhältnismäßig knapp zur Verfügung stehende Einstudierungszeit war ein wesentlicher Faktor der komprimierten gemeinsamen Probezeiten. Aber Dr. Matthias Becker und SVM-Chorleiter Werner Utmelleki zeigten sich sehr zufrieden mit den teilweise in „Akkordarbeit“ geleisteten Vorzeigeergebnissen nur eines Wochenendes. Auf neue Chorinteressierte zum Schnuppern oder gleich Mitmachen freut „Crescendo“ sich immer donnerstags um 20.15 Uhr im Mainflinger Bürgerhaussaal. Mit Werner Utmelleki steht ein erfahrener, wie einfühlsamer Chorleiter und Pädagoge, auch zum gemeinsamen „Grooven“  voll engagiert zur Verfügung.