Umjubeltes Konzert der Moafährladies und Mainfinken im ausverkauften Bürgerhaus

Die Kleinen SVM-Chöre boten eine spektakuläre Musik-Show

Die Kleinen SVM-Chöre boten eine spektakuläre Musik-Show

 „Music – das etwas andere Konzert“ war das Motto der ersten eigenen Konzertveranstaltung der Kleinen Chöre der Sängervereinigung Mainflingen „Moafährladies“ und „Mainfinken“, zu der auch einige musikalische Gäste eingeladen wurden. Etwas länger, etwas lockerer, etwas moderner und etwas vielfältiger - der Mut der beiden Kleinen Chöre, mit diesem Konzept etwas bisher noch nicht dagewesenes zu bieten, zahlte sich durch einen Erfolg aus, der in diesem Ausmaß nicht ganz zu erwarten war.

Ein halbes Jahr intensive organisatorische und gesangliche Vorbereitung waren der Garant dafür, dass dem begeisterten Publikum ein unvergesslicher Abend geboten wurde. Schallplatten an den Wänden und auf den mit viel Liebe zum Detail dekorierten Tischen sowie eine mit überdimensionalen Noten und roten Rosen geschmückte Bühne sorgten für eine ansprechende Atmosphäre.

Moafährladies und Mainfinken eröffneten gemeinsam mit dem zum Konzert-Motto gewählten John Miles-Song „Music“ das Programm und sorgten für einen beeindruckenden Auftakt. Schon hierbei bewies die hervorragende Klangqualität im gesamten Saal, wie gut die Entscheidung war, eine spezielle, professionelle Verstärkeranlage mit Mischpult und Soundtechniker zu engagieren, die es beiden Chören ermöglichte, erstmals mit Headsets zu singen.

Gerlinde Glaser und Horst Knies nahmen die Begrüßung vor und gingen dabei insbesondere auf die Entstehung der beiden Kleinen SVM-Chöre ein. Die weitere Moderation des Abends mit jeweils sehr informativen Ansagen der Stücke wurde abwechselnd von einigen Sängerinnen und Sängern sowie einiger prominenter Gäste übernommen.

Swing und Jazz boten die Moafährladies ausstrahlungsvoll mit den Titeln „Great Feeling“ und „Sing, Sing“. Bei diesen wie bei allen anderen Auftritten wussten die Damen durch ständig neue Choreographien und Bühnenkleidung zu gefallen. Aber auch die Mainfinken wechselten immer wieder neu ihr Outfit und trugen damit auf ihre Weise zum Show-Charakter dieses Konzertes bei. Sie präsentierten mit „Only You“ ein A-Cappella-Stück von den Flying Pickets und mit „Stand By Me“ von Ben E. King einen weiteren gefühlvollen Love-Song.
Als erste musikalische Gäste traten nun mit Achim Grimm an der E-Gitarre und Oswin Haas am E-Piano zwei regionale Instrumentalgrößen auf. Sie begeisterten mit den Klassikern „Europa“ von Santana und „Albatros“ von Fleetwood Mac sowie mit der O. Haas-Komposition „Mambo“ und bewiesen dabei ihre große Virtuosität.
Mit dem sehr emotionalen Queen-Song „Love Of My Life“ in einer Bearbeitung des SVM-Dirigenten Werner Utmelleki setzten die Mainfinken das Programm fort.

Die Moafährladies bestachen dann mit dem lasziv wirkenden Stück „Blue Notes“ und dem swingenden „Teach Me To Swing“ sowohl gesanglich als auch optisch.
Nach der ersten Pause brillierten die Mainfinken musikalisch wie humoristisch stilgerecht mit einem Medley der Comedian Harmonists sowie mit der Interpretation des Liedes „MGV Concordia“ der Kölner Gruppe „Bläck Föös“ - eine herrliche Persiflage auf den traditionellen Männerchorgesang. Der Bürgerhaussaal erlebte einen Beifallssturm.
Dem standen die Moafährladies mit der anspruchsvollen „Tratsch-Version“ des bekannten Volksliedes „Horch was kommt von draußen rein“ in nichts nach.

Weitere musikalische Gäste waren mit einem Bläser-Quartett der Feuerwehrkapelle nun an der Reihe. Erik Knecht, Daniel Mäder, Christopher Tkocz und Ulrich Lindenfeld steuerten mit den gekonnt vorgetragenen „Three Swinging Pieces“ und „The Bare Necessities“ (Dschungelbuch) einen schönen Teil zum Gesamterfolg des Konzertabends bei.

Mit vier gefühlvollen Balladen endete der zweite Teil des Programms. Die Moafährladies faszinierten das Publikum mit „There You´ll Be“ aus dem Film „Pearl Harbour“, die Mainfinken mit dem erstmals aufgeführten Bee Gees-Klassiker „How Deep Is Your Love“ und dem Nr.1-Hit aus dem Jahre 1986 „Caravan Of Love“ der englischen Band The Housemartins. Als Solist wusste hierbei Stefan Stegmann zu überzeugen.
Einer der Höhepunkte war sicherlich das anschließende „Mister Sandman“, das die Moafährladies nicht nur in bestechender Qualität, sondern auch originell in Nachthemden und Schlafmützen gekleidet vortrugen. Ein gewichtiges Eisenbett gehörte bei diesem Song ebenso zum Bühnenbild wie ein Schaukelstuhl, diverse Bodenkissen und Laternen.

Mit „The Lion Sleeps Tonight“ machten die Mainfinken den Anfang im dritten Programmteil. Bei diesem in einer sehr hohen Tonlage gesetzten Stück glänzten insbesondere die drei ersten Tenöre und lösten stürmischen Beifall aus.

Karibisches Flair vermittelten sodann die Moafährladies mit der rhythmischen A-Cappella-Komposition „Balooga Dance“. Auch hier wurde die Bühne wieder mit den entsprechenden Utensilien ausgestattet und bot zusammen mit den Damen ein sehr attraktives Bild.

Achim Grimm und Oswin Haas zeigten bei ihrem zweiten Auftritt mit den O. Haas-Stücken „My Gentle Guitar“ und „Five Live“ wiederum ihr großes Können und ihre tolle Improvisationskunst. Absoluter Höhepunkt des Instrumentalteils war dann der Santana-Klassiker „Samba Pa Ti“, bei dem sich Achim Grimm einmal mehr in blendender Spiellaune präsentierte und das beim Publikum große Begeisterung hervorrief.
Ein täuschend echter Briefträger kündigte dann den „Carpenters“-Hit „Please Mr. Postman“ an, den die Moafährladies mit der Solistin Gerlinde Glaser akustisch und optisch überaus ansprechend präsentierten.
Alle Register ihres chormusikalischen Könnens zogen die Mainfinken bei einem von Werner Utmelleki arrangierten Beatles-Medley, das mit einem furiosen „She Loves You“ endete. Die Resonanz des Publikums war entsprechend.

Eine ebensolche Reaktion löste das „The Beat Goes On“-Medley der Moafährladies aus, in dessen Verlauf Rosi Henkel als Solistin bei „Where The Boys Are“ glänzte.

Das Finale wurde von beiden Chören dann gemeinsam bestritten und entwickelte sich zum absoluten Highlight des Abends. Die hervorragenden und mitreißenden Interpretationen des Queen-Werkes „Bohemian Rhapsody“ und des „USA For Africa“-Welthits „We Are The World“ sorgten für minutenlange Applauskundgebungen und stehende Ovationen.

Nach den Dankesworten des SVM-Vorsitzenden Henry Nees an alle Akteure und Besucher bedankten sich beide Chöre bei einem fantastischen Publikum mit dem Motto- und Auftaktsong „Music (was my first love)“ als umjubelte Zugabe.

Nach fast vier Stunden ging ein zwar langes, aber belebendes, sehr abwechslungsreiches und modernes Konzert auf höchstem Niveau zu Ende.

 

Weitere Bilder zu "Music" findet ihr hier.